Die Kosten für Website-Wartung liegen für kleine Unternehmen meist bei 50–200 € netto im Monat. Das Einstiegspaket mit Updates, Backups und Überwachung gibt es ab rund 10 €, umfangreiche Pakete mit Testumgebung und festen Reaktionszeiten kosten bis ca. 450 €. Das zeigt eine Sichtung von sechs Anbietern, die ihre Wartungspreise öffentlich ausweisen (Stand: September 2026).

Die Spanne ist so breit, weil „Wartung" kein geschützter Begriff ist. Manche Pakete spielen nur automatisch Updates ein, andere enthalten eine Stunde Arbeitszeit im Monat. Dieser Artikel zeigt, was in welcher Preisstufe steckt, woran Sie ein faires Angebot erkennen und in welchen Fällen Sie sich die monatliche Pauschale ganz sparen können.
Was kostet Website-Wartung im Monat?
Website-Wartung kostet je nach Umfang ca. 10–450 € netto im Monat. Für eine typische Firmenwebsite mit Kontaktformular sind 50–200 € realistisch. Unter 50 € bekommen Sie in der Regel reine Technik ohne Arbeitszeit für Änderungen, über 200 € zusätzlich eine Testumgebung, mehr Stunden und kürzere Reaktionszeiten.
Die Stufen unten stammen aus unserer Sichtung öffentlich ausgewiesener Wartungspakete von sechs Anbietern im September 2026, alle Preise netto. Die meisten Anbieter nennen ihre Preise nicht, sondern verweisen auf ein Gespräch. Die sechs sind deshalb eine kleine Stichprobe, zeigen aber, wofür der Aufpreis zwischen den Stufen gezahlt wird.
| Stufe | Monatlich (netto) | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Nur Technik | ca. 10–100 € | Updates, Backups, Überwachung – keine Zeit für Änderungen |
| Technik + Änderungen | ca. 50–200 € | Zusätzlich 15–60 Minuten im Monat für kleine Anpassungen |
| Erweitert oder Shop | ca. 150–450 € | Ein bis zwei Stunden, Test vor großen Updates, schnelle Reaktion |
Wartung, Pflege, Weiterentwicklung: was in der Pauschale steckt
Wartung bedeutet Technik: Updates für System und Erweiterungen, Backups, Überwachung der Erreichbarkeit und das Beheben von Fehlern, die durch Updates entstehen. Inhaltliche Pflege wie neue Texte, Bilder oder Öffnungszeiten ist nur enthalten, wenn das Paket ausdrücklich Änderungszeit nennt. Neue Funktionen sind nie Teil der Wartung, sondern ein eigenes Projekt.
Diese Trennung ist der häufigste Grund für Ärger. Wer „Wartung" bucht und erwartet, dass damit auch die neue Leistung auf der Website ergänzt wird, bekommt eine Rechnung nach Stundensatz. Einer der gesichteten Anbieter berechnet Zusatzarbeit mit 120 € netto pro Stunde – das ist die Größenordnung, mit der Sie rechnen sollten.
- Wartung: Updates, Backups, Sicherheitsprüfung, Überwachung, Reparatur nach Update-Fehlern.
- Pflege: Texte, Bilder, Termine, Ansprechpartner ändern – nur mit Änderungskontingent enthalten.
- Weiterentwicklung: neue Seiten, Funktionen, Formulare – separat beauftragt und berechnet.
- Hosting und Domain: eigener Posten, in den meisten Wartungspaketen nicht enthalten.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Die Updates selbst sind nicht der Kostentreiber. Das günstigste gesichtete Paket kostet 9,90 € netto im Monat und enthält monatliche Updates und tägliche Backups, denn beides läuft weitgehend automatisch. Teuer wird Wartung durch Arbeit, die ein Mensch erledigt: prüfen, ob nach dem Update noch alles funktioniert, Änderungswünsche umsetzen und bei einem Ausfall schnell eingreifen.
Vier Fragen zeigen, in welche Stufe Ihre Website gehört:
- Wie viele Erweiterungen laufen? Jede zusätzliche Erweiterung ist eine weitere Stelle, an der ein Update etwas zerlegen kann.
- Wird nach dem Update geprüft? Ein Blick auf Startseite, Formular und Menü nach jedem Update ist Handarbeit – und der Unterschied zum 10-€-Paket.
- Wie oft ändern Sie Inhalte? Wer monatlich etwas anpassen lässt, fährt mit Kontingent günstiger als mit Einzelaufträgen.
- Was kostet Sie ein Ausfall? Ein Shop, der einen Tag steht, verliert Umsatz. Eine Visitenkarten-Seite verliert kaum etwas. Nur im ersten Fall lohnt eine garantierte Reaktionszeit.
Was passiert, wenn niemand die Website wartet
Ohne Wartung bleiben bekannte Sicherheitslücken offen, und die gefährlichsten davon werden innerhalb von Stunden angegriffen. Der Sicherheitsanbieter Patchstack hat 2025 im WordPress-Umfeld 11.334 neue Lücken gezählt, 91 % davon in Erweiterungen, 9 % in Themes und nur sechs im WordPress-Kern. Bei den am stärksten angegriffenen Lücken lagen, nach Angriffsintensität gewichtet, im Median fünf Stunden zwischen Veröffentlichung und erstem Angriff.
Für die Wartung heißt das zweierlei. Erstens reicht ein monatlicher Update-Lauf bei einer Seite mit vielen Erweiterungen nicht aus – manche Pakete prüfen deshalb wöchentlich oder täglich, andere nur einmal im Monat. Fragen Sie nach dem Rhythmus, bevor Sie unterschreiben. Zweitens hilft ein Update nicht immer: 46 % der Lücken hatten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine Korrektur des Herstellers. Dann muss jemand die Erweiterung von Hand abschalten oder ersetzen.
Hinzu kommt die rechtliche Seite. Ihre Website verarbeitet personenbezogene Daten, spätestens mit einem Kontaktformular, oft schon über die IP-Adressen der Besucher. Art. 32 DSGVO verlangt dafür Schutzmaßnahmen „unter Berücksichtigung des Stands der Technik" und nennt als Beispiel ein Verfahren zu deren regelmäßiger Überprüfung. Ein System mit bekannten, seit Monaten offenen Lücken ist damit schwer zu vereinbaren.
Brauchen Sie überhaupt einen Wartungsvertrag?
Ob sich ein Wartungsvertrag lohnt, entscheidet vor allem das System, auf dem Ihre Seite läuft. Bei einem Baukasten pflegt der Anbieter die Technik selbst, eine zusätzliche Wartungspauschale bezahlt dieselbe Leistung doppelt. Bei WordPress oder einem anderen System mit Erweiterungen ist die Technik-Stufe dagegen das Minimum – selbst oder beauftragt.
Selbst warten ist möglich. WordPress kann seit Version 5.5 Erweiterungen automatisch aktualisieren. Die Automatik ist ab Werk aus und muss für jede Erweiterung einzeln eingeschaltet werden, danach prüft WordPress zweimal täglich (WordPress-Dokumentation). Die Dokumentation rät selbst dazu, vorher automatische Backups einzurichten. Was die Automatik nicht leistet, ist die Kontrolle danach: Wer das nicht wöchentlich selbst erledigt, merkt einen Fehler erst, wenn ein Kunde anruft.
Unsere Festlegung: Ein Paket mit Änderungskontingent lohnt sich nur, wenn Sie das Kontingent jeden Monat tatsächlich nutzen. Ändern Sie nur ein paarmal im Jahr etwas, nehmen Sie die Technik-Stufe und beauftragen Änderungen einzeln. Für eine reine Visitenkarte ohne Redaktionssystem und ohne Erweiterungen lassen Sie die monatliche Pauschale ganz weg und lassen die Technik ein- bis zweimal im Jahr nach Aufwand prüfen.
Was für wen passt
Kein Wartungsvertrag — wenn Ihre Seite auf einem Baukasten läuft.
Updates und Sicherheit übernimmt der Anbieter bereits im Abo.
Technik-Stufe, Änderungen einzeln — wenn Sie WordPress mit Erweiterungen und Kontaktformular nutzen.
Wöchentliche Updates mit Prüfung sind Pflicht, Änderungszeit nur bei echtem Bedarf.
Paket mit Kontingent — wenn Sie jeden Monat Inhalte ändern oder einen Shop betreiben.
Das Kontingent ist günstiger als Einzelaufträge, eine feste Reaktionszeit schützt den Umsatz.
Woran Sie einen fairen Wartungsvertrag erkennen
Ein fairer Wartungsvertrag beziffert, was er leistet: wie oft Updates geprüft werden, wie lange Backups aufbewahrt werden, wie viel Änderungszeit enthalten ist und wie schnell bei einem Ausfall reagiert wird. Steht dort nur „regelmäßige Pflege", können Sie den Preis mit nichts vergleichen.
Achten Sie außerdem auf die Laufzeit. In unserer Sichtung reichen die Mindestlaufzeiten von monatlich kündbar bis zwölf Monate. Eine lange Bindung ist bei einem neuen Dienstleister ein Risiko, das Sie nicht eingehen müssen. Fragen Sie auch, ob ungenutzte Minuten verfallen oder in den Folgemonat wandern.
Ein Angebot mit Änderungskontingent rechnen Sie in einer Minute nach: Monatspreis mal zwölf, geteilt durch den Stundensatz des Anbieters. Bei 89 € im Monat und 120 € pro Stunde kaufen Sie knapp neun Stunden im Jahr. Brauchen Sie weniger, ist die Technik-Stufe mit Einzelaufträgen günstiger. Welche Stufe zu Ihrer Seite passt, klären wir gern mit Ihnen, schreiben Sie uns kurz, worauf sie läuft. Wie wir Websites bauen und betreuen, steht auf der Leistungsseite.
Worauf Sie im Vertrag achten
| Gehört hinein | Warnsignal |
|---|---|
| Update-Rhythmus steht fest, etwa wöchentlich | „Regelmäßige Updates" ohne Angabe |
| Funktionsprüfung nach jedem Update | Updates laufen ungeprüft automatisch durch |
| Speicherort und Aufbewahrungsdauer der Backups | „Backups inklusive" ohne weitere Angabe |
| Reaktionszeit bei Ausfall in Stunden | Support „nach Verfügbarkeit" |
| Zugänge zu Hosting und Domain laufen auf Sie | Zugänge liegen nur beim Dienstleister |
Häufige Fragen
Ja, wenn Sie wöchentlich eine Viertelstunde einplanen. Automatische Updates und Backups lassen sich bei WordPress einschalten. Was bleibt, ist die Kontrolle danach: Startseite, Formular und Menü prüfen und bei einem Fehler das Backup zurückspielen können. Wer das nicht zuverlässig tut, ist mit der Technik-Stufe besser bedient.
Meistens nicht. Die meisten Wartungspakete setzen voraus, dass Hosting und Domain separat gebucht sind, einzelne Anbieter bieten eine Stufe mit Hosting an. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer inklusive Hosting, sonst wirkt ein Paket günstiger, als es am Ende ist.
Das reicht von monatlich kündbar bis zu zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Manche Anbieter geben bei Jahresvorauszahlung Rabatt. Für den Einstieg bei einem neuen Dienstleister ist eine kurze Laufzeit sinnvoll: Nach drei Monaten wissen Sie, ob Updates, Reaktionszeit und Abrechnung so laufen wie vereinbart.