Webdesign

Was kostet eine professionelle Website für kleine Unternehmen?

Die Preisspanne für Websites reicht von 0 Euro (Baukasten, selbst gemacht) bis weit in den fünfstelligen Bereich. Diese Spanne verunsichert – zu Recht. Wer ein Angebot einholt, hört selten eine klare Zahl, sondern ein „das kommt darauf an". Das stimmt sogar, ist aber keine Hilfe.

Monitor und Laptop mit Website-Entwurf auf einem hellen Schreibtisch, daneben Farbmuster und Skizzen
Zwei Angebote über „fünf Seiten" können sich im Preis um das Dreifache unterscheiden. Der Unterschied steckt in dem, was auf dem Entwurf nicht zu sehen ist.

In diesem Artikel schlüsseln wir auf, welche Faktoren den Preis tatsächlich bestimmen, mit welchen Rahmenwerten Sie als kleines oder mittleres Unternehmen rechnen sollten und woran Sie ein faires Angebot von einem überteuerten oder einem gefährlich billigen unterscheiden.

Warum die Preisspanne so groß ist

Eine Website ist kein Produkt von der Stange, sondern eine Dienstleistung mit sehr unterschiedlichem Umfang. „Website" kann eine Ein-Seiten-Visitenkarte aus dem Baukasten meinen oder ein maßgeschneidertes System mit Buchung, Kundenlogin und Warenwirtschaft. Beide heißen Website. Zwischen ihren Preisen liegt der Faktor zwanzig.

Hinzu kommt: Ein großer Teil der Arbeit ist unsichtbar. Was Sie am Ende sehen, sind Design und Texte. Was den Preis bestimmt, sind Konzept, Struktur, Technik und Optimierung dahinter. Genau deshalb sind zwei Angebote mit demselben „5 Seiten"-Umfang nicht vergleichbar, solange nicht klar ist, was jeweils enthalten ist.

Die drei größten Preisfaktoren

Der Preis einer Website hängt weniger von der reinen Seitenzahl ab als von drei Dingen: dem Grad der Individualisierung, den funktionalen Anforderungen und der strategischen Vorarbeit. Diese drei Hebel erklären fast jeden Preisunterschied.

  • Individualisierung: Ein angepasstes Fertig-Template ist deutlich günstiger als ein Design, das von Grund auf auf Ihre Marke und Zielgruppe zugeschnitten wird.
  • Funktionen: Ein Kontaktformular ist Standard. Buchungssystem, Onlineshop, Mehrsprachigkeit, Kundenportal oder Schnittstellen zu anderen Tools treiben den Aufwand spürbar nach oben.
  • Strategie: Wer Texte, SEO-Grundlagen, ein Conversion-Konzept und sauberes Tracking mitbestellt, zahlt mehr, bekommt aber eine Website, die Anfragen bringt statt nur online zu sein.

Realistische Preisrahmen für kleine Unternehmen

Feste Zahlen sind ohne Briefing unseriös – aber Orientierung ist möglich. Die folgenden Rahmen gelten für den DACH-Markt und beziehen sich auf professionell umgesetzte Projekte, nicht auf reine Baukasten-Lösungen.

LösungKostenGeeignet für
Baukasten in Eigenregie0–50 € pro MonatDen Start, wenn Zeit wichtiger ist als Wirkung. Die Arbeit machen Sie selbst
Schlanke Unternehmensseiteca. 1.500–4.000 €Eine klare Präsenz ohne Sonderfunktionen, professionell umgesetzt
Individuelle Websiteca. 4.000–12.000 €Maßgeschneidertes Design, Text- und SEO-Arbeit, Tracking und Conversion-Fokus
Shop, Portal oder Buchungab ca. 12.000 €Umfangreiche Projekte, je nach Funktionsumfang und Schnittstellen
Schlanke Unternehmensseite
ab 1.500 €
Individuelle Website
ab 4.000 €
Shop / Portal
ab 12.000 €

Baukasten, WordPress oder individuelle Entwicklung?

Neben dem Umfang bestimmt die technische Basis den Preis und das, was Sie später damit anfangen können. Drei Wege sind für kleine Unternehmen üblich, jeder mit klaren Stärken und Grenzen.

Ein Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) ist am günstigsten und schnell startklar, bindet Sie aber an einen Anbieter und stößt bei Ladezeit, SEO und Sonderfunktionen früh an Grenzen. Gerade die Ladezeit ist kein kosmetisches Detail: Google zählt sie zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten, die in die Bewertung einfließt. WordPress ist der verbreitete Mittelweg: flexibel, erweiterbar, mit großem Ökosystem – aber pflegeintensiv und nur so gut wie die Umsetzung. Eine individuelle Entwicklung (etwa mit modernen Frameworks) bietet maximale Freiheit bei Design, Tempo und Funktion und ist die richtige Wahl, wenn die Website ein echter Vertriebskanal sein soll.

Als grobe Faustregel gilt: Je wichtiger die Website für Ihren Umsatz ist, desto eher lohnt der Schritt weg vom Baukasten. Wer nur online „auffindbar" sein will, fährt mit einer schlanken Lösung gut; wer Anfragen generieren will, investiert in Substanz.

Die Kosten, die im Angebot oft fehlen

Der Angebotspreis ist nicht der Gesamtpreis. Eine Website verursacht laufende Kosten, die im ersten Gespräch gern untergehen und später für Ärger sorgen, wenn niemand sie eingeplant hat.

  • Domain und Hosting: meist 5–50 € pro Monat, je nach Anspruch an Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit.
  • Wartung und Updates: Sicherheits- und Systemaktualisierungen, damit die Seite nicht zum Einfallstor wird.
  • Pflege und Weiterentwicklung: neue Inhalte, saisonale Anpassungen, zusätzliche Seiten.
  • Lizenzen: für Premium-Plugins, Schriften oder Bildmaterial, sofern verwendet.

Warum „billig" am Ende teurer wird

Eine Website, die keine Anfragen bringt, spart kein Geld. Sie kostet welches, Jahr für Jahr, ohne etwas zurückzugeben. Rechnen Sie ehrlich: Wenn eine 2.000-Euro-Seite im Jahr null neue Kunden bringt und eine 8.000-Euro-Seite zehn, war die teurere die mit Abstand günstigere Entscheidung.

Typische Folgekosten bei zu billig gebauten Seiten sind Nacharbeit an Ladezeit und Technik, fehlende Auffindbarkeit bei Google, kein Tracking (Sie wissen also nicht einmal, was funktioniert) und im schlimmsten Fall ein kompletter Neubau nach zwei Jahren. Entscheidend ist deshalb nicht der Preis allein, sondern das Verhältnis von Investition zu messbarem Ergebnis: Sichtbarkeit, Anfragen, Umsatz.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Ein seriöses Angebot verkauft Ihnen keine Seitenzahl, sondern ein Ergebnis. Es macht transparent, was enthalten ist. Diese Punkte sollten schriftlich geklärt sein, bevor Sie unterschreiben:

  • Wie viele Design-Revisionen sind enthalten, und was kostet eine weitere?
  • Ist responsives Verhalten auf Smartphone und Tablet selbstverständlich enthalten?
  • Werden Ladezeit und Core Web Vitals optimiert oder nur „irgendwie" online gestellt?
  • Sind SEO-Grundausstattung und Tracking dabei, damit die Seite auffindbar und messbar ist?
  • Sind rechtliche Pflichtseiten (Impressum, Datenschutz) und ein DSGVO-konformes Cookie-Banner eingeplant?
  • Wem gehören Code, Inhalte und Zugänge nach Projektende: Ihnen oder der Agentur?

Gibt es Förderungen für die Website?

Viele kleine Unternehmen wissen nicht, dass Digitalisierungsmaßnahmen öffentlich gefördert werden können, und dazu zählt oft auch eine neue Website inklusive Onlinemarketing. Die Programme unterscheiden sich je nach Land und Region, deshalb lohnt ein Blick auf die für Sie zuständigen Stellen, bevor Sie investieren.

In Deutschland ist etwa das Bundesprogramm „go-digital" verbreitet, das Beratung und Umsetzung rund um digitale Markterschließung bezuschusst; einzelne Bundesländer haben zusätzlich eigene Digitalbonus-Programme. In Österreich und der Schweiz existieren vergleichbare regionale Förderungen. Da sich Konditionen und Fristen ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand bei der offiziellen Stelle oder Ihrer Kammer. Eine Förderung kann einen spürbaren Teil der Investition abdecken.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Zeit ist Teil des Preises – auch weil längere Projekte mehr Abstimmung bedeuten. Eine schlanke Unternehmensseite entsteht je nach Umsetzer und Zuarbeit in etwa drei bis sechs Wochen. Eine individuelle Website mit Text-, Design- und SEO-Arbeit braucht realistisch sechs bis zwölf Wochen, umfangreiche Projekte mit Shop oder Portal entsprechend länger.

Der größte Zeitfresser ist selten die Technik, sondern fehlende Inhalte. Wer Texte, Bilder und Freigaben zügig liefert, verkürzt jedes Projekt spürbar. Klären Sie deshalb früh, wer welche Inhalte bis wann bereitstellt. Das spart am Ende Geld und Nerven.

3–6 WochenSchlanke Unternehmensseite
6–12 WochenIndividuelle Website mit SEO-Arbeit

Häufige Fragen

Für eine professionell umgesetzte, schlanke Unternehmensseite ohne Sonderfunktionen sollten Sie im DACH-Raum je nach Umsetzer mit etwa 1.500 bis 4.000 Euro rechnen. Individuell gestaltete Websites mit Text-, SEO- und Conversion-Arbeit beginnen meist bei rund 4.000 Euro. Wir selbst setzen im unteren Bereich dieser Spanne an: Eine schlanke Unternehmensseite gibt es bei uns ab rund 1.500 Euro.

Weil hinter dem Wort „Website" völlig unterschiedliche Leistungen stecken. Ein angepasstes Template ohne Strategie ist günstig, ein maßgeschneidertes Design mit SEO, Tracking und Conversion-Konzept deutlich aufwendiger. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn im Detail steht, was jeweils enthalten ist.

Vor allem Domain und Hosting (meist 5–50 Euro pro Monat), Wartung und Sicherheitsupdates sowie die inhaltliche Pflege. Wer Premium-Plugins, Schriften oder Bildlizenzen nutzt, kalkuliert diese zusätzlich ein. Diese Posten sollten von Anfang an im Angebot benannt sein.

Für den allerersten Auftritt oder ein reines Nebenprojekt kann ein Baukasten sinnvoll sein. Sobald Auffindbarkeit bei Google, Ladezeit, individuelle Funktionen oder ein professioneller Markenauftritt zählen, stößt er schnell an Grenzen. Dann rechnet sich eine maßgeschneiderte Lösung.

Fazit: Investition statt Ausgabe

Fragen Sie nicht nach der günstigsten Website, sondern nach der Investition, die sich über die nächsten drei bis fünf Jahre trägt. So lange läuft eine gut gebaute Seite, bevor sie grundlegend erneuert werden muss. Auf diesen Zeitraum verteilt sind ein paar tausend Euro Unterschied im Angebot eine überschaubare Größe – der Unterschied im Ergebnis ist es nicht.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Rahmen zu Ihrem Ziel passt, lohnt ein kurzes, ehrliches Gespräch, bevor Sie Angebote vergleichen. Oft klärt sich in zwanzig Minuten, ob Sie 3.000 oder 10.000 Euro brauchen – und warum. Schildern Sie uns Ihr Vorhaben, oder sehen Sie sich vorab an, wie wir Websites gestalten und entwickeln.

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