Eine Google Ads Agentur lohnt sich ab etwa 800 € Werbebudget im Monat. Darunter frisst das Honorar den Ertrag der Kampagne auf, und Sie fahren mit einem einmaligen Setup oder mit Selbermachen besser. Ab rund 2.500 € Budget holt gute Betreuung ihr Honorar in aller Regel wieder herein: Bei dieser Größe kosten schon wenige Prozent verschwendetes Budget mehr als die Steuerung.

Ob Sie Google Ads selber machen oder eine Agentur beauftragen, hängt deshalb weniger am Können als an Ihrem Werbebudget, Ihrem eigenen Stundensatz und der Frage, ob Sie den wöchentlichen Termin mit dem Konto tatsächlich halten. Das Werkzeug selbst ist frei zugänglich, und die Grundlagen sind an einem Wochenende lernbar. Die Zahlen unten sind unsere eigenen, veröffentlichten Preise. Wir sind in dieser Frage also Partei, und das steht hier absichtlich.
Ab welchem Budget sich eine Agentur rechnet
Die Grenze liegt bei rund 800 € Werbebudget im Monat. Wer weniger ausgibt, zahlt für die Betreuung mehr, als sie an verschwendetem Budget einsparen kann – bei 449 € Honorar auf 600 € Anzeigenbudget steuert man ein Konto, in dem es nichts zu steuern gibt. Zwischen 800 und 2.500 € ist die Betreuung eine Abwägung gegen Ihre eigene Zeit. Ab 2.500 € ist sie in den meisten Fällen die günstigere Variante.
Bei Google selbst legen Sie ein durchschnittliches Tagesbudget frei fest; das Monatsbudget ergibt sich daraus mal 30,4. Zehn Euro am Tag sind möglich, drei Euro auch. Eine Untergrenze setzt die Plattform also nicht, sie ergibt sich aus Ihrem Auftragswert. Ein Betrieb mit 4.000 € Durchschnittsauftrag braucht pro Monat eine einzige zusätzliche Anfrage, damit sich Budget und Honorar tragen. Ein Betrieb mit 60 € Auftragswert braucht dreißig.
Bevor Sie die Frage „Agentur oder selbst" überhaupt stellen, sollte deshalb die andere Zahl stehen: Was darf Sie eine Anfrage kosten? Wie sich daraus ein Budget ableitet, steht ausführlich in unserem Artikel zu den Google Ads Kosten für kleine Unternehmen.
Quelle: Google Ads-Hilfe: Durchschnittliche Tagesbudgets, abgerufen 08/2026
Was Sie selbst leisten müssen
Selbermachen kostet kein Geld, aber einen festen Termin pro Woche. Der Aufbau ist die kleinere Hälfte: Keyword-Recherche, Kontostruktur, Anzeigentexte, Conversion-Tracking. Einmalig, aufwendig, danach erledigt. Die größere Hälfte ist das, was danach kommt und nie aufhört: Suchbegriffe aussortieren, die Geld gekostet und nichts gebracht haben.
Genau daran scheitern die meisten Selbstversuche, nicht am fehlenden Wissen. Ein Konto, das vier Wochen unbeaufsichtigt läuft, driftet – die Automatik verteilt Budget auf Suchanfragen, die mit Ihrem Angebot wenig zu tun haben. Das fällt niemandem auf, weil die Zahlen im Konto weiter gut aussehen: Klicks steigen, Kosten pro Klick sinken. Nur die Anfragen bleiben aus.
Die ehrliche Rechnung für den Vergleich ist deshalb nicht „Agentur kostet 449 €, selbst kostet nichts", sondern Ihr eigener Stundensatz. Wer als Inhaber 80 € in der Stunde erwirtschaftet und vier Stunden im Monat ins Konto steckt, hat 320 € gebunden – bevor der erste Klick bezahlt ist. Diese Rechnung fällt je nach Gewerk völlig verschieden aus, und sie ist der eigentliche Grund, warum es keine allgemeingültige Antwort gibt.
- Einmalig: Keywords recherchieren, Kampagnen und Anzeigengruppen strukturieren, Anzeigen texten und die Messung einrichten, die anzeigt, welcher Klick zu einer Anfrage geführt hat.
- Wöchentlich: Suchbegriffbericht durchgehen, irrelevante Anfragen ausschließen, Gebote und Budget nachziehen.
- Monatlich: Anfragen gegen Kosten stellen – nicht Klicks gegen Kosten.
- Bei jeder Änderung am Angebot: Anzeigen und Zielseiten nachziehen, sonst bewerben Sie etwas, das es nicht mehr gibt.
Was eine Agentur kostet und wie abgerechnet wird
Für die Betreuung sind drei Modelle üblich: eine feste Monatspauschale, ein Anteil am Werbebudget oder ein Stundensatz für einzelne Eingriffe. Alle drei kommen zum Werbebudget hinzu; das Honorar ist nie darin enthalten. Wer 1.000 € „für Google Ads" einplant, muss also entscheiden, ob das die Anzeigen meint oder Anzeigen plus Steuerung.
Wir arbeiten mit festen Pauschalen und veröffentlichen sie, damit dieser Vergleich überhaupt möglich ist. Alle Werte netto, Stand 08/2026; die vollständige Aufstellung samt Rechenbeispiel steht auf unserer Seite zu den Google Ads Preisen.
Was in einem Betreuungsangebot stehen muss
| Gehört hinein | Warnsignal |
|---|---|
| Das Werbekonto läuft auf Ihren Zugang | Das Konto gehört der Agentur |
| Honorar und Werbebudget getrennt ausgewiesen | Ein Gesamtpreis ohne Aufteilung |
| Kündigungsfrist ausdrücklich genannt | Laufzeit über zwölf Monate |
| Bericht zeigt Anfragen und Kosten je Anfrage | Bericht zeigt nur Impressionen und Klicks |
| Leistung | Preis | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Einmaliges Setup | 790 € | Kontoaufbau, Kampagnen, Conversion-Tracking |
| Konto-Audit | 490 € | Bestehendes Konto prüfen, Befund schriftlich |
| Betreuung Basis | 449 € / Monat | Ab 800 € Werbebudget im Monat |
| Betreuung Wachstum | 890 € / Monat | Ab 2.500 € Werbebudget im Monat |
| Schulung und Coaching | 140 € / Stunde | Sie steuern selbst, wir korrigieren |
Quelle: Google Ads-Hilfe: Zugriff auf Ihr Google Ads-Konto verwalten, abgerufen 08/2026
Warum der Anteil am Werbebudget bei kleinen Budgets nicht funktioniert
Rechnen Sie das Honorar immer als Prozentsatz Ihres Werbebudgets nach – dann sehen Sie sofort, ob die Betreuung passt. Bei 1.000 € Budget und 449 € Pauschale zahlen Sie 45 % Aufschlag auf jeden Euro, der in Anzeigen fließt. Bei 2.500 € Budget und 890 € sind es 36 %. Bei 5.000 € Budget wären es 18 %. Der Aufschlag sinkt, weil die Arbeit am Konto nicht mit dem Budget mitwächst: Ein Konto mit fünf Kampagnen zu pflegen kostet ähnlich viel Zeit, ob Sie 1.000 € oder 5.000 € hineingeben.
Genau deshalb ist ein Honorarmodell „Anteil vom Budget" für kleine Betriebe unbrauchbar, wenn keine Untergrenze dabeisteht: 15 % von 600 € sind 90 € im Monat, und für 90 € kann niemand ein Konto ernsthaft betreuen. Was dann passiert, ist entweder eine Betreuung, die faktisch nicht stattfindet, oder eine Mindestpauschale, die im Kleingedruckten steht.
Unsere Untergrenze ist aus demselben Grund keine Preispolitik, sondern Arithmetik. Sie kostet uns Anfragen, und wir halten sie trotzdem.
Unter 800 € Werbebudget im Monat nehmen wir keine laufende Betreuung an. Der Kunde zahlt sonst mehr für die Steuerung als für die Anzeigen.
Wann Sie es besser selbst machen
Selbermachen ist die richtige Wahl, wenn Ihr Konto klein und stabil ist: ein Standort, eine Handvoll Suchbegriffe, ein Budget, das sich über das Jahr kaum ändert. Ein solches Konto braucht nach einem sauberen Aufbau tatsächlich wenig – und für dieses Wenige eine Agentur zu bezahlen, wäre hinausgeworfenes Geld.
Dasselbe gilt, wenn Sie das Thema ohnehin verstehen wollen. Wer die Suchbegriffe seiner eigenen Kunden regelmäßig liest, lernt über sein Geschäft mehr als aus jedem Monatsbericht. Das ist ein realer Wert, der in keiner Kostenrechnung auftaucht, und er ist ein guter Grund, die Steuerung bewusst im Haus zu behalten.
- Ein Standort, ein klar abgegrenztes Leistungsangebot, wenige Suchbegriffe.
- Werbebudget unter 800 € im Monat, ohne Wachstumsabsicht in den nächsten Monaten.
- Sie haben einen festen Wochentermin für das Konto und halten ihn auch in vollen Wochen.
- Ihr eigener Stundensatz liegt niedriger als das, was die Betreuung kostet.
Der dritte Weg: Setup abgeben, Steuerung behalten
Für die meisten kleinen Betriebe liegt die wirtschaftlichste Variante zwischen den beiden Antworten: Das Konto wird einmal von jemandem aufgebaut, der es täglich tut, danach steuern Sie es selbst. Bei uns kostet das 790 € einmalig; wenn später etwas klemmt, kaufen Sie Stunden nach, statt eine Pauschale zu tragen.
Dahinter steckt eine Beobachtung aus der Praxis: Die Fehler mit den teuersten Folgen passieren fast alle beim Aufbau und fallen im laufenden Betrieb kaum noch auf. Eine Messung, die Anfragen gar nicht oder doppelt zählt. Eine Kontostruktur, die Suchanfragen mit ganz verschiedener Kaufabsicht in einen Topf wirft. Anzeigen, die auf die Startseite führen statt auf die passende Leistung. Wer darauf aufsetzt, optimiert danach monatelang gegen Zahlen, die das Falsche messen.
Machen Sie die Rechnung deshalb selbst, bevor Sie irgendjemanden anfragen: Honorar geteilt durch Ihr monatliches Werbebudget. Liegt der Aufschlag über 40 %, ist entweder das Budget zu klein oder das Angebot zu groß – unabhängig davon, wie gut es klingt. Wenn Sie das Ergebnis gegengerechnet haben wollen, schreiben Sie uns Ihr Monatsbudget und Ihren durchschnittlichen Auftragswert. Mehr brauchen wir dafür nicht.
Was für wen passt
Unter 800 € Werbebudget im Monat
Selbst steuern
Das Honorar wäre größer als die Ersparnis, die es überhaupt heben kann.
Zwischen 800 und 2.500 €, aber keine Zeit für das Konto
Setup plus Schulung
Einmalig sauber aufgesetzt, danach stundenweise korrigiert statt monatlich bezahlt.
Ab 2.500 € Budget oder mehrere Kampagnen parallel
Laufende Betreuung
Ab hier holt die wöchentliche Optimierung das Honorar regelmäßig wieder herein.
Häufige Fragen
Nein, es kommt obendrauf. Google rechnet ausschließlich die Klicks ab, das Honorar zahlen Sie separat an die Agentur. Wer 1.000 € im Monat einplant, sollte deshalb klären, ob damit das reine Anzeigenbudget gemeint ist oder Budget und Betreuung zusammen.
Dem, auf dessen Zugang es läuft. Lassen Sie das Konto auf eine eigene Adresse Ihres Unternehmens anlegen und geben Sie der Agentur nur Zugriff – den können Sie jederzeit wieder entziehen. Läuft es umgekehrt, verlieren Sie beim Wechsel die gesamte Kontohistorie.
Das beantwortet am besten ein einmaliges Audit, bei uns 490 € mit schriftlichem Befund. Findet sich dabei nichts Wesentliches, brauchen Sie keine laufende Betreuung. Findet sich etwas, wissen Sie vorher, was die Betreuung heben soll, statt es zu hoffen.