Die kurze Antwort vorweg: Ein kleines Unternehmen sollte für Google Ads mit ca. 800–1.500 € Werbebudget pro Monat rechnen, dazu ca. 250–800 € für die Betreuung und einmalig ca. 500–1.500 € für Kontoaufbau und Tracking. Die Untergrenze kommt nicht von Google, sondern aus der Statistik: Darunter kommen zu wenige Klicks zusammen, um Zufall von Muster zu unterscheiden.

Wichtiger als die Gesamtsumme ist aber, woraus sie sich zusammensetzt – und ab wann sie sich für Sie rechnet. In diesem Artikel finden Sie die drei Kostenblöcke, realistische Klickpreise nach Branche, die gängigen Abrechnungsmodelle von Agenturen und eine einfache Rechnung, mit der Sie in fünf Minuten prüfen, ob Google Ads für Ihr Geschäft überhaupt sinnvoll ist.
Woraus sich die Google Ads Kosten zusammensetzen
Google Ads kostet an drei Stellen Geld: das Werbebudget, das direkt an Google geht, die laufende Betreuung und ein einmaliger Aufbau zu Beginn. Nur der erste Block landet bei Google. Die anderen beiden entscheiden darüber, wie viel von diesem Budget tatsächlich in Anfragen umschlägt.
Bei Google selbst zahlen Sie ausschließlich für Klicks, nicht für Einblendungen. Ihr Tagesbudget legen Sie fest, es kann jederzeit geändert oder pausiert werden. Eine Mindestlaufzeit oder Grundgebühr gibt es nicht. Das macht Google Ads planbar, verleitet aber auch dazu, mit einem Budget zu starten, das für den eigenen Markt zu klein ist.
| Kostenblock | Größenordnung | Wofür Sie zahlen |
|---|---|---|
| Werbebudget (an Google) | ca. 800–1.500 € / Monat | Klicks auf Ihre Anzeigen. Einblendungen sind kostenlos |
| Betreuung (Agentur) | ca. 250–800 € / Monat | Suchbegriffe, Anzeigentexte, Gebote, Auswertung, Optimierung |
| Einmaliges Setup | ca. 500–1.500 € | Kontoaufbau, Conversion-Tracking, erste Kampagnenstruktur |
Was kostet ein Klick bei Google Ads?
Ein Klick im Suchnetzwerk kostet in Deutschland je nach Branche ca. 0,50–6 €. In beratungsintensiven Branchen mit hohem Auftragswert (Rechtsanwälte, Steuerberater, Versicherungen) liegen ca. 8–25 € pro Klick im normalen Rahmen. Der Klickpreis sagt für sich genommen aber nichts über die Wirtschaftlichkeit aus: Entscheidend ist, was ein gewonnener Kunde bei Ihnen wert ist.
Warum die Preise so schwanken: Google versteigert jede Anzeigenposition bei jeder einzelnen Suchanfrage neu. Ihr Gebot ist dabei nur ein Faktor: Anzeigenqualität, Relevanz der Zielseite und der Wettbewerb im Moment der Suche zählen ebenfalls (Details in der Erklärung zur Anzeigenauktion von Google). Praktische Folge: Eine schnelle, thematisch passende Landingpage senkt Ihren Klickpreis, während eine schwache Seite ihn dauerhaft erhöht.
| Branche | Kosten pro Klick | Warum |
|---|---|---|
| Gastronomie & Einzelhandel | ca. 0,50–2 € | Viele Suchanfragen, geringer Wert pro Kunde |
| Handwerk & Bau | ca. 2–6 € | Hoher Auftragswert, im Ruhrgebiet stark umkämpft |
| E-Commerce | ca. 1–5 € | Preisvergleich und viele Anbieter treiben die Gebote |
| Kanzleien & Versicherung | ca. 8–25 € | Ein einziges Mandat ist mehrere tausend Euro wert |
Welches Monatsbudget ist für kleine Unternehmen sinnvoll?
Ein lokales Unternehmen mit einer klaren Kernleistung startet nach unserer Erfahrung ab 800 € pro Monat belastbar. Technisch geht weniger: Google verlangt kein Mindestbudget, und mit 300 bis 500 € läuft eine Kampagne durchaus. Sie liefert nur so wenige Klicks, dass nach vier Wochen niemand sagen kann, welcher Suchbegriff die Anfragen gebracht hat. Wer mehrere Leistungen oder ein größeres Einzugsgebiet bewerben will, sollte ca. 2.500 € einplanen.
Eine brauchbare Faustregel: Rechnen Sie mit 20–50 Klicks pro Anfrage. Bei 3 € Klickpreis sind das ca. 60–150 € pro Anfrage. Ein Budget von 300 € im Monat ergibt in diesem Beispiel zwei bis fünf Anfragen – zu wenig, um Zufall von Muster zu unterscheiden. Deshalb liegt unsere eigene Grenze bei 800 €: Darunter übernehmen wir keine neue Kampagne, weil wir für das Honorar keine belastbare Optimierung liefern könnten. Der häufigste Fehler bei kleinen Budgets liegt ohnehin in der Verteilung: Wer 800 € auf fünf Kampagnen streut, bekommt fünfmal keine Erkenntnis. Besser ist ein Thema, eine Region, ein Budget.
Was kostet eine Google Ads Agentur?
Kleine Unternehmen zahlen für die Betreuung ihrer Kampagnen ca. 250–800 € pro Monat. Üblich sind drei Modelle: eine feste Monatspauschale, ein prozentualer Anteil am Werbebudget (ca. 10–20 %) oder die Abrechnung nach Stunden. Bei Budgets unter ca. 2.000 € ist die Pauschale in der Regel das fairere und besser kalkulierbare Modell. Wir arbeiten deshalb ausschließlich mit Pauschalen: 449 € im Monat, dazu einmalig 790 € für Kontoaufbau und Tracking.
Bei kleinen Budgets liegt die Betreuung damit anteilig hoch – das ist normal, weil der Aufwand für Struktur, Suchbegriffe und Auswertung kaum vom Budget abhängt. Prüfen Sie trotzdem zwei Dinge: Bekommen Sie Zugriff auf ein Konto, das Ihnen gehört? Und wird Erfolg an Anfragen und Umsatz gemessen oder an Klicks und Impressionen? Wie wir Kampagnen aufsetzen, steht auf unserer Seite zu Google Ads & SEA – was es kostet, mit festen Beträgen unter Google Ads Preise.
| Abrechnungsmodell | Kosten | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Monatspauschale | ca. 250–800 € / Monat | Ihr Werbebudget unter ca. 2.000 € liegt |
| Anteil am Werbebudget | ca. 10–20 % | Das Budget größer ist und mitwachsen soll |
| Stundensatz | ca. 80–150 € / Stunde | Sie nur Aufbau, Schulung oder eine Prüfung brauchen |
Ab wann sich Google Ads rechnet
Ob sich Google Ads lohnt, entscheidet eine einzige Rechnung: Klickpreis × Klicks pro Anfrage = Kosten pro Anfrage. Diese Zahl vergleichen Sie mit dem Deckungsbeitrag eines durchschnittlichen Auftrags. Liegt der Auftragswert deutlich darüber, ist Google Ads für Sie profitabel – unabhängig davon, wie „teuer" der einzelne Klick wirkt.
Ein Rechenbeispiel aus dem Handwerk: 3 € pro Klick, 5 % der Besucher fragen an – das sind 20 Klicks und damit ca. 60 € pro Anfrage. Wird jede dritte Anfrage zum Auftrag, kostet ein Auftrag ca. 180 €. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.500 € ist die Rechnung eindeutig. Bei einem Auftragswert von 150 € dagegen genauso eindeutig – nur andersherum.
Genau deshalb steht Conversion-Tracking am Anfang und nicht am Ende. Ohne Messung von Formularanfragen und Anrufen kennen Sie Ihre Kosten pro Anfrage nicht und optimieren im Blindflug. Und weil die Anfrage auf Ihrer Website entsteht, entscheidet auch die Zielseite über die Kosten mit: Verdoppelt sich die Conversion-Rate von 2,5 auf 5 %, halbieren sich Ihre Kosten pro Anfrage – bei identischem Klickpreis.
Die häufigsten Kostenfallen
Die meisten Konten, die wir übernehmen, verlieren ihr Geld an Einstellungen, die seit dem ersten Tag niemand geprüft hat. Mit den Klickpreisen hat das wenig zu tun. Diese fünf Punkte kosten am zuverlässigsten Budget:
- Keine ausschließenden Keywords: Ohne gepflegte Negativliste zahlen Sie für „Ausbildung", „Jobs" oder „kostenlos" mit.
- Weitgehend passende Keywords ohne Kontrolle: bringen Reichweite, aber auch Suchanfragen, die nichts mit Ihrem Angebot zu tun haben.
- Displaynetzwerk versehentlich aktiv: In vielen Standard-Setups mitangehakt. Verbraucht Budget zu Klickpreisen ohne Kaufabsicht.
- Fehlendes Conversion-Tracking: Ohne Messung optimiert Google auf Klicks statt auf Anfragen.
- Zu weite Region: Wer aus Dortmund heraus ganz NRW bewirbt, zahlt für Anfragen, die er gar nicht bedienen kann.
Google Ads oder SEO – was ist günstiger?
Kurzfristig ist Google Ads günstiger, langfristig SEO. Anzeigen bringen ab Tag eins Anfragen, hören aber sofort auf, sobald das Budget endet. Suchmaschinenoptimierung kostet ein halbes Jahr Vorleistung, liefert danach aber Besucher ohne Klickpreis. Für die meisten kleinen Unternehmen läuft es deshalb auf eine Reihenfolge hinaus: mit Anzeigen starten, mit Sichtbarkeit bei Google nachziehen.
Welcher Kanal in Ihrem Fall zuerst dran ist, hängt von Marge, Wettbewerb und Zeithorizont ab. Das haben wir im Detail in Google Ads oder SEO aufgeschlüsselt.
Häufige Fragen
Rechnen Sie mit ca. 800–1.500 € Werbebudget pro Monat plus ca. 250–800 € für die Betreuung, dazu einmalig ca. 500–1.500 € für Kontostruktur und Conversion-Tracking. Google selbst verlangt keinen Mindestbetrag. Unter 800 € fehlen aber meist die Daten, um Kampagnen sinnvoll zu verbessern.
Im deutschen Suchnetzwerk liegen die Klickpreise je nach Branche bei ca. 0,50–6 €. Handwerk und Bau bewegen sich meist bei ca. 2–6 €, Gastronomie und Einzelhandel bei ca. 0,50–2 €. In Branchen mit hohem Auftragswert wie Kanzleien oder Versicherungen sind ca. 8–25 € pro Klick üblich.
Üblich sind eine Monatspauschale von ca. 250–800 €, ein Anteil von ca. 10–20 % am Werbebudget oder ein Stundensatz von ca. 80–150 €. Bei Werbebudgets unter ca. 2.000 € ist die Pauschale in der Regel das kalkulierbarere Modell, weil der Betreuungsaufwand kaum mit dem Budget sinkt.
Ja, sofern das Budget auf ein Thema und eine Region konzentriert wird. Entscheidend ist die Rechnung: Kosten pro Anfrage im Verhältnis zum Auftragswert. Bei Aufträgen im vierstelligen Bereich trägt sich ein Budget ab 800 € pro Monat, bei Auftragswerten unter ca. 200 € wird es dagegen schnell eng.
Fazit: Kalkulierbar, sobald Sie Ihre Kosten pro Anfrage kennen
Google Ads ist für kleine Unternehmen kalkulierbar: ca. 800–1.500 € Werbebudget, ca. 250–800 € Betreuung, einmalig ca. 500–1.500 € Aufbau. Teuer wird es durch Kampagnen ohne Messung, ohne Fokus und mit einer Zielseite, die Besucher nicht in Anfragen verwandelt.
Ob Anzeigen in Ihrer Branche tragen, entscheidet keine Erfahrung, sondern die Rechnung weiter oben: Kosten pro Anfrage gegen den Deckungsbeitrag eines durchschnittlichen Auftrags. Zwei Zahlen aus Ihrem Betrieb genügen dafür, und bei manchen fällt das Ergebnis negativ aus. Nennen Sie uns Ihre Ausgangslage. Unser Vorgehen beim Aufsetzen und Steuern von Kampagnen steht auf der Leistungsseite.